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Prem am Lech

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Montag, 23. September 2019

Immer wieder einen erholsamen Urlaub wert!

ID-11

Bericht des Münchner Merkurs vom 29./30. Oktober 2011
ein Bericht von Nicola Förg

Prem, im Jahre 1935. Paragraph 4 der Badeordnung: "Im Wasser sowie auf den Badeplätzen ist jedes Verhaltn zu unterlassen, das in sittlicher Beziehung Ärger zu geben geeignet ist." Jawohl, so war das 1935, als die ersten 100 Feriengäste kamen und die Gemeinde im Landkreis Weilheim-Schongau die Stauung des Röthenbaches als Moorschwimmbad beschloss.

Der Name "Röthenbach" oder "Rötbach" bezieht sich auf die rötlich-braune Farbe des Wassers, die von Huminsäuren - die durh den partiellen Abbau von Resten abgestorbener Lebewesen im Boden gebildet werden - herrührt. Das Becken wurde damals von Hand ausgebuddelt, das Bad ist heute außer Betrieb, momentan auch wasserlos, aber es erzählt zwei Geschichten: Eine etwas kürzere vom jungen Tourismus in einer Gemeinde, die im äußersten südwestlichen Eck von Oberbayern wie gemalt vor dem Gebirge liegt. Und es erzählt eine lange Geschichte, eine, die vor etwa 15.000 Jahren beginnt, als sich der Lechgletscher aus dem Alpenvorland zurückzieht, im Gepäck gewaltige Schmelzwassermassen, die in einem "Lechbrucker See" gestaut sind, der im Norden bis Burggen im Süden bis in die Gegend von Roßhaupten gereicht hat. Das Wasser zieht sich zurück, bildet diese heitere Landschaft und hinterlässt Moore. Das Premer Filz oder Premer Moor ist ein typisches Hochmoor, das keine Verbindung zum Grundwasser hat und nur duch Niederschlagswasser gespeist werd. Es lebt, es erfindet sich jeden Tag neu, in Farben und Schattierungen.

Der Moorlehrpfad hat jüngst eine brandneue Beschilderung bekommen, mit Texten, die Lust machen, mehr zu lesen. Perfekt auch für Kinder!

Durchs Moor führt ein recht grimmig aussehnder Geselle, der "Huidingerle" und der hatte früher schon das Sagen im Moor. Wer nämlich zum Torfstechen ging, durfte sich auf keinen Fall umsehen. Wer das dennoch tat, wurde von einem grausigen Riesen, eben dem "Huidingerle" gepackt und ins gruselige Moor gezogen. Und weil angeblich "Weibsleute" dafür besonders anfällig sind - man erinnere sich an Lots Frau aus der Bibel - durften sie nicht mitkommen zur Moorarbeit ....

Das Premer Moor hat seinen ganz eigenen Zauber, weil es in Teilen ein intaktes Moor ist, in dem noch Moorspirken wachsen, eine Kiefernart, die eng verwandt mit der Latsche und ein Eiszeitrelikt ist. Torfmoos, Moosbeere, Rosmarinheide und Moorbirken malen ein buntes Bild, das Pfeifengras zeigt aber auch an, dass es sich um ein vom Menschen verändertes, entwässertes Hochmoor handelt. Denn hier wurde Torf gestochen, der ein wichtiges Heizmaterial war. Gestochen wurde meist ab Mai, im Sommer wurden die "Wäsen" oder "Wasen" (Torfstücke) getrocknet, im Herbst in die Torfhütten verbracht und zur Heizperiode im Winter dann, wenn der Boden gefroren war, mit "Schloapfe" herausgezogen. Das waren Schlitten, die mit Muskelkraft oder - wenn man sich's leisten konnte - vom Pferd gezogen, nach Hause "geschloaft" wurde.

Mitte der 1980er-Jahre wurde der Torfabbau eingestellt, die Torfhütten der einzelnen Familien wurden abgebaut. Die Königsfilzhütte steht noch, sie ist Teil des Weges und birgt alt Torfwerkzeuge. Doch auch als Picknickplatz ist sie nicht zu verachten. Und schräg gegenüber hockt das "Huidingerle" als Bronzeplastik in einem Moorloch, Ziemlich zugewuchert und so gar nicht bedrohlich schaut der arme Kerl aus - eigentlich möchte man ihn nur schnell befreien aus seiner unbequemen Lage.

Bericht der Allgäuer Zeitung vom 7. Juli 2003
über eine der zahlreichen Moorwanderungen

Eine Exkursion durch den Premer Filz, einem faszinierenden Hochmoor, unternahmen rund 25 interessierte Naturfreunde. Der Moorfachmann Herbert Müller  berichtete vom Entstehen des Moores ebenso wie von dessen vielfältiger Vegetation. Exkursion zu Pflanzen, Geistern und der Leiche im Premer Moor

Naturfreude auf Entdeckungsreise im „Königsfilz" Prem (ars).

Zu einer besonderen „Naturwanderung" im „Premer Filz" trafen sich rund 25 Naturfreunde, darunter viele junge Leute, am Moorbad in Prem. Zusammen mit „Naturfachmann" Herbert Müller brachen sie zu einer kleinen Erlebnis - Exkursion durch diese faszinierende Moorlandschaft auf.

Mit klaren verständlichen Sätzen und mit seinem exzellenten Fachwissen zog Herr Müller die Zuhörer in seinen Bann. Man erfuhr, wie vor 15000 Jahren nach dem Abschmelzen des Lechgletschers der Seespiegel durch Moränen- und Schottermaterial zu kleinen Inseln verlandete und durch Verwitterung zu Nagelfluh „verbacken" wurde. Durch diese Verlandung kehrte die Vegetation mit Schilf mit Binsen, Sauergräsern und später mit Birken und Erlenwälder zurück. Die abgestorbenen Pflanzenteile sanken zu Boden und vertorften unter Luftabschluss. So entstand das heutige „Hochmoor", dem der Volksmund den Namen „Königsfilz" gegeben hat.

Müller berichtete von den verschiedenen Pflanzengesellschaften, von Spirken- und Heidehochmoor und wie man heute bemüht sei, die allmähliche „Verbuschung" durch Rodung der Fichten und durch Wasseranstauung zurückzudrängen. Mit Sachkenntnis zeigte Müller die Blau- und Heidelbeersträucher. Auch die Rauschbeere und den kleinsten Strauch der Welt, die sehr seltene und essbare „Moosbeere", die auch „Moosapfel" genannt wird.

Es sollen auch Geister im Moor „herumspuken" und sogar eine gut erhaltene weibliche Mumie wurde gefunden, erzählte Müller. Man glaubt, dass sie als Kindesmörderin im Mittelalter mit einem Stein um den Hals im Moor ertränkt wurde. Trotz mancher unheimlicher „Schauergeschichten" strahlt dieses „Hochmoor" in seiner Farbenvielfalt für den Naturfreund eine Ruhe und Heiterkeit aus und begeistert immer wieder den stillen Wanderer zu jeder Jahreszeit, besonders wenn man eine Führung mit Herbert Müller miterleben kann.

Anmelden kann man sich im Premer Verkehrsamt unter Telefon 08862/7256.

Die Termine für die Wanderung entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender!

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Veranstaltungen

Gelber Sack

Gelber_Sack

Beginn: Montag 23.09.2019
Uhrzeit: 06:00 Uhr
Wo: Prem

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Vergiss Dich nicht - Ein Oasentag in der WiesOasentage in der Wies

LVHSWies

Beginn: Dienstag 24.09.2019
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Wo: Landesvolkshochschule Wies

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Restmüll

Restmuell

Beginn: Mittwoch 25.09.2019
Uhrzeit: 06:00 Uhr
Wo: Prem

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Wieswallfahrt

Musikkapelle_Prem

Beginn: Mittwoch 25.09.2019
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Wo: Prem - Steingaden - Wies

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Ludwig² - Das Musical

ludwig2logo

Beginn: Freitag 27.09.2019
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Wo: Festspielhaus Füssen

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Aktuelles

Geführte Moorwanderungen

Aufgrund der sehr nassen Verhältnisse innerhalb des Moores können in diesem Jahr keine geführten Moorwanderungen mehr durchgeführt werden.

Das Premer Moor ist jedoch auf seinem ausgewiesen Weg weiterhin begehbar.

Wir bitten um Verständnis.

Tourist-Information Prem

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Aussichtsreiche Wanderung in Prem am Lech

wir waren mal wieder in der Heimat unterwegs… viel Spaß mit dem Bericht!

http://landeiundco.de/aussichtsreiche-wanderung-in-prem-am-lech/

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Stellenausschreibung

Auszubildende zur Industriekauffrau - Auszubildenden zum Industriekaufmann

Wir sind ein regionales, mittelständisches Unternehmen, das Heumilch-Käsespezialitäten produziert und vertreibt und suchen zum 1. September 2020 eine/-n

Auszubildende zur Industriekauffrau
Auszubildenden zum Industriekaufmann

Industriekaufleute erlernen in der Ausbildung das Verständnis für kaufmännische Zusammenhänge, Eigeninitiative für das Organisieren vieler Aufgaben sowie selbstständiges Arbeiten. Die Ausbildungsdauer beträgt im Regelfall 3 Jahre und der Berufsschulunterricht findet wöchentlich in Schongau statt.

Wir bieten:
-eine spannende, abwechslungsreiche Ausbildung
-das Arbeiten mit einem interessanten

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Gemeindeverwaltung

Viele Energieausweise laufen ab

Um die Energieeffizienz besser einordnen zu können, gilt seit 2009 für Wohngebäude, die neu vermietet, verpachtet oder verkauft werden, eine Energieausweispflicht. Die Energieausweise sind zehn Jahre gültig. Nun laufen die Ausweise der ersten Generation zunehmend ab. Eigentümer, die eine Vermietung, Verpachtung oder den Verkauf anstreben und keinen gültigen Energieausweis besitzen, müssen einen neuen Ausweis von einem Baufachmann mit entsprechender Qualifikation erstellen lassen. Der Gesetzgeber schreibt zudem vor, dass die Energiekennwerte auch in Immobilienanzeigen in der Zeitung oder im Internet angegeben werden müssen.

Es gibt zwei Arten

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Suizid keine Lösung - Krisenhotline der SVLFG hilft

Die Sorge um den Betrieb, Stress am Arbeitsplatz, Konflikte in der Familie, kritische Lebensereignisse – irgendwann wird es einfach zu viel, um mit Belastungen alleine fertig zu werden. In diesem Fall unterstützt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ihre Versicherten mit einem neuen speziellen Angebot.

Ausgebildete und erfahrene Psychologen sind rund um die Uhr – 24 Stunden und sieben Tage die Woche – über eine telefonische Krisenhotline zu erreichen. Die Experten unterstützen vertraulich, zum Beispiel bei betrieblichen oder familiären Konflikten, aber auch bei persönlichen und psy

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Vereinsleben

Trachtenverein Prem

Sportverein

Ehrungen an der Jahreshauptversammlung 2019

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Ehrungen an der Jahreshauptversammlung 2019

Hintere Reihe: Franz Huber (50 Jahre SV Prem), Maik Knappich (10 Jahre Ausschusstätigkeit)
Vordere Reihe: Max Pfeiffer (Ehrenmitglied), Franz Ott (Ehrenmitglied), Andreas Echtler (1. Vorstand), Dieter Hoffmann (Ehrenmitglied)

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Musikkapelle

Jahreskonzert

Die Musikkapelle Prem veranstaltet am

Donnerstag, den 26. Dezember 2019
um 20 Uhr

in der Turnhalle der Mittelschule Steingaden das traditionelle Weihnachtskonzert.

Zum Vortrag kommen klassische Stücke, Medleys, Walzer, Polka und Marsch.

Über Ihren geschätzten Besuch würden wir uns sehr freuen.

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Schützenverein

Schützenkönige 2019

Schützenkönig 2019 Roland Franke und Jugendkönigin 2019 Marina Niggl

Schützenkönig Roland Franke und Jugendkönigin Marina Niggl

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Vereine