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Prem am Lech - Nach oben
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ID-11

Bericht des Münchner Merkurs vom 29./30. Oktober 2011
ein Bericht von Nicola Förg

Prem, im Jahre 1935. Paragraph 4 der Badeordnung: "Im Wasser sowie auf den Badeplätzen ist jedes Verhaltn zu unterlassen, das in sittlicher Beziehung Ärger zu geben geeignet ist." Jawohl, so war das 1935, als die ersten 100 Feriengäste kamen und die Gemeinde im Landkreis Weilheim-Schongau die Stauung des Röthenbaches als Moorschwimmbad beschloss.

Der Name "Röthenbach" oder "Rötbach" bezieht sich auf die rötlich-braune Farbe des Wassers, die von Huminsäuren - die durh den partiellen Abbau von Resten abgestorbener Lebewesen im Boden gebildet werden - herrührt. Das Becken wurde damals von Hand ausgebuddelt, das Bad ist heute außer Betrieb, momentan auch wasserlos, aber es erzählt zwei Geschichten: Eine etwas kürzere vom jungen Tourismus in einer Gemeinde, die im äußersten südwestlichen Eck von Oberbayern wie gemalt vor dem Gebirge liegt. Und es erzählt eine lange Geschichte, eine, die vor etwa 15.000 Jahren beginnt, als sich der Lechgletscher aus dem Alpenvorland zurückzieht, im Gepäck gewaltige Schmelzwassermassen, die in einem "Lechbrucker See" gestaut sind, der im Norden bis Burggen im Süden bis in die Gegend von Roßhaupten gereicht hat. Das Wasser zieht sich zurück, bildet diese heitere Landschaft und hinterlässt Moore. Das Premer Filz oder Premer Moor ist ein typisches Hochmoor, das keine Verbindung zum Grundwasser hat und nur duch Niederschlagswasser gespeist werd. Es lebt, es erfindet sich jeden Tag neu, in Farben und Schattierungen.

Der Moorlehrpfad hat jüngst eine brandneue Beschilderung bekommen, mit Texten, die Lust machen, mehr zu lesen. Perfekt auch für Kinder!

Durchs Moor führt ein recht grimmig aussehnder Geselle, der "Huidingerle" und der hatte früher schon das Sagen im Moor. Wer nämlich zum Torfstechen ging, durfte sich auf keinen Fall umsehen. Wer das dennoch tat, wurde von einem grausigen Riesen, eben dem "Huidingerle" gepackt und ins gruselige Moor gezogen. Und weil angeblich "Weibsleute" dafür besonders anfällig sind - man erinnere sich an Lots Frau aus der Bibel - durften sie nicht mitkommen zur Moorarbeit ....

Das Premer Moor hat seinen ganz eigenen Zauber, weil es in Teilen ein intaktes Moor ist, in dem noch Moorspirken wachsen, eine Kiefernart, die eng verwandt mit der Latsche und ein Eiszeitrelikt ist. Torfmoos, Moosbeere, Rosmarinheide und Moorbirken malen ein buntes Bild, das Pfeifengras zeigt aber auch an, dass es sich um ein vom Menschen verändertes, entwässertes Hochmoor handelt. Denn hier wurde Torf gestochen, der ein wichtiges Heizmaterial war. Gestochen wurde meist ab Mai, im Sommer wurden die "Wäsen" oder "Wasen" (Torfstücke) getrocknet, im Herbst in die Torfhütten verbracht und zur Heizperiode im Winter dann, wenn der Boden gefroren war, mit "Schloapfe" herausgezogen. Das waren Schlitten, die mit Muskelkraft oder - wenn man sich's leisten konnte - vom Pferd gezogen, nach Hause "geschloaft" wurde.

Mitte der 1980er-Jahre wurde der Torfabbau eingestellt, die Torfhütten der einzelnen Familien wurden abgebaut. Die Königsfilzhütte steht noch, sie ist Teil des Weges und birgt alt Torfwerkzeuge. Doch auch als Picknickplatz ist sie nicht zu verachten. Und schräg gegenüber hockt das "Huidingerle" als Bronzeplastik in einem Moorloch, Ziemlich zugewuchert und so gar nicht bedrohlich schaut der arme Kerl aus - eigentlich möchte man ihn nur schnell befreien aus seiner unbequemen Lage.

Bericht der Allgäuer Zeitung vom 7. Juli 2003
über eine der zahlreichen Moorwanderungen

Eine Exkursion durch den Premer Filz, einem faszinierenden Hochmoor, unternahmen rund 25 interessierte Naturfreunde. Der Moorfachmann Herbert Müller  berichtete vom Entstehen des Moores ebenso wie von dessen vielfältiger Vegetation. Exkursion zu Pflanzen, Geistern und der Leiche im Premer Moor

Naturfreude auf Entdeckungsreise im „Königsfilz" Prem (ars).

Zu einer besonderen „Naturwanderung" im „Premer Filz" trafen sich rund 25 Naturfreunde, darunter viele junge Leute, am Moorbad in Prem. Zusammen mit „Naturfachmann" Herbert Müller brachen sie zu einer kleinen Erlebnis - Exkursion durch diese faszinierende Moorlandschaft auf.

Mit klaren verständlichen Sätzen und mit seinem exzellenten Fachwissen zog Herr Müller die Zuhörer in seinen Bann. Man erfuhr, wie vor 15000 Jahren nach dem Abschmelzen des Lechgletschers der Seespiegel durch Moränen- und Schottermaterial zu kleinen Inseln verlandete und durch Verwitterung zu Nagelfluh „verbacken" wurde. Durch diese Verlandung kehrte die Vegetation mit Schilf mit Binsen, Sauergräsern und später mit Birken und Erlenwälder zurück. Die abgestorbenen Pflanzenteile sanken zu Boden und vertorften unter Luftabschluss. So entstand das heutige „Hochmoor", dem der Volksmund den Namen „Königsfilz" gegeben hat.

Müller berichtete von den verschiedenen Pflanzengesellschaften, von Spirken- und Heidehochmoor und wie man heute bemüht sei, die allmähliche „Verbuschung" durch Rodung der Fichten und durch Wasseranstauung zurückzudrängen. Mit Sachkenntnis zeigte Müller die Blau- und Heidelbeersträucher. Auch die Rauschbeere und den kleinsten Strauch der Welt, die sehr seltene und essbare „Moosbeere", die auch „Moosapfel" genannt wird.

Es sollen auch Geister im Moor „herumspuken" und sogar eine gut erhaltene weibliche Mumie wurde gefunden, erzählte Müller. Man glaubt, dass sie als Kindesmörderin im Mittelalter mit einem Stein um den Hals im Moor ertränkt wurde. Trotz mancher unheimlicher „Schauergeschichten" strahlt dieses „Hochmoor" in seiner Farbenvielfalt für den Naturfreund eine Ruhe und Heiterkeit aus und begeistert immer wieder den stillen Wanderer zu jeder Jahreszeit, besonders wenn man eine Führung mit Herbert Müller miterleben kann.

Anmelden kann man sich im Premer Verkehrsamt unter Telefon 08862/7256.

Die Termine für die Wanderung entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender!

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Veranstaltungskalender

Biomüll
Biomuell

Beginn: Mittwoch
 14.04.2021
Uhrzeit: 06:00 Uhr
Wo: Prem

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Restmüll
Restmuell

Beginn: Mittwoch
 21.04.2021
Uhrzeit: 06:00 Uhr
Wo: Prem

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Biomüll
Biomuell

Beginn: Mittwoch
 28.04.2021
Uhrzeit: 06:00 Uhr
Wo: Prem

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Gelber Sack
Gelber_Sack

Beginn: Montag
 03.05.2021
Uhrzeit: 06:00 Uhr
Wo: Prem

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Aktuelles

Tourist Info

Flößermuseum Lechbruck

Das Flößermuseum ist voraussichtlich ab Ostersonntag, 04. April 2021, wieder geöffnet. Es gelten die derzeit gültigen Hygieneregeln mit FFP2-Maske und Abstandspflicht.

Öffnungszeiten: Sonntag von 16 – 18 Uhr, Donnerstag von 17.30 – 19 Uhr

Aktueller Stand (eventuelle Anmeldepflicht) ist unter www.floesser-lechbruck.de zu erfahren.

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Moor- und Nachtwanderungen 2021

Termine werden bekanntgegeben, sobald wir wissen, ob wir wieder Führungen durch uns Premer Moor durchführen dürfen.

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Mitteilungsblatt

Mitteilungsblatt April 2021

Bild

Aus der Gemeindeverwaltung

Gemeinde PremGemeinderatssitzung

Am Dienstag, den 20. April 2021 um 20.00 Uhr findet die Sitzung des Gemeinderates statt. Anträge zur Gemeinderatssitzung sind bei der Gemeinde Prem bis spätestens Montag, den 12. April 2021 vorzulegen.


Gemeinde PremMüllabfuhrtermine

Restmüll: Do., 08. und Mi., 21. April 2021
Biomüll: Mi., 14. und Mi., 28. April 2021
Gelber Sack: Di., 06. April 2021
Papiersammlung: Sa., 15. Mai 2021


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Gemeindeverwaltung

Ausbildung 2022

Die Verwaltungsgemeinschaft Steingaden bestehend aus den drei Mitgliedsgemeinden Gemeinde Steingaden, Gemeinde Prem und Gemeinde Wildsteig sucht zum 1. September 2022 eine/n Auszubildende/n (m/w/d) für die Ausbildung zum/zur

Verwaltungsfachangestellten
− Fachrichtung Kommunalverwaltung −

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Kurzinformation des Bayerischen Landesamtes für Umwelt

Kurzinformation des Bayerischen Landesamtes für Umwelt zur Fortsetzung der Biotopkartierung im Landkreis Weilheim-Schongau

Ab April dieses Jahres wird im Landkreis Weilheim-Schongau die Biotopkartierung von 2018, wie wir Sie im Schreiben vom 26.04.2018 informiert haben, fortgesetzt. Unter der fachlichen Leitung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) werden von der beauftragten Biologin Astrid Hanak in Zusammenarbeit weiteren freien Kartierern die besonders erhaltenswerten Lebensräume im Landkreis nun vollständig in den kommenden zwei Jahren erhoben.

Die Geländearbeiten sind voraussichtlich im Herbst 2022abgeschlossen. Die Ergebnisse stellt das LfU der Öffentlichkeit dann ab Mitte 2023über das

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Corona Schutzimpfung

Gesundheitsministerium_Impfung_Senioren.pdf herunterladen

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Kirche

Mach mit!

Schuh-Sammel-Aktion mit Shuuz in Prem!

Deinem Schuhschrank, der Mitmenschen und der Umwelt zu Liebe! Jedes Jahr werden in Deutschland 600 Millionen Paar tragfähige Schuhe weggeworfen. Dabei gibt es auf der Welt viele Menschen, die sich keine neuen Schuhe leisten können. Außerdem wird so die Umwelt geschont, weil dadurch CO² vermieden wird. Wir haben uns entschlossen, bei der Alt-Schuh-Sammlung von Shuuz mitzumachen, die zusammen mit Kolping-Recycling alte Schuhe einsammelt und an Menschen weiter gibt, die sie brauchen. Die Schuhe kommen zu 100 % an! (Weitere Infos gibt es unter www.shuuz.de). Den Erlös bekommt der teilnehmende Sammler - also unsere Pfarrei - ausbezahlt. Wir werden dieses Geld an den Pre

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EZA

Dauerbeleuchtung im Garten schadet Insekten

Sommerzeit ist Gartenzeit – auch abends. Viele Gärten werden dabei die ganze Nacht und nicht nur dann beleuchtet, wenn man auf der Terrasse sitzt. Schuld daran sind meist Solarleuchten. Sie kosten wenig und sind vermeintlich auch ökologisch sinnvoll. Der Strom kommt ja aus einem Akku, der untertags mittels Solarpanel von der Sonne geladen wird.

Der Haken: Naturschützer beklagen die zunehmende Lichtverschmutzung. Darunter leiden Insekten und letztendlich auch die Pflanzenwelt. Denn viele tierische Pflanzenbestäuber verlieren

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SVLFG

Tierhaltung weiterhin ein Unfallschwerpunkt

Die Tierhaltung ist nach wie vor ein Unfallschwerpunkt in der Landwirtschaft. Fast jeder vierte meldepflichtige Arbeitsunfall ereignete sich 2019 in der Nutztierhaltung. 21 Menschen verloren bei Arbeiten in der Tierhaltung ihr Leben.

Jahr für Jahr gehen die Unfallzahlen zurück – im Schnitt um rund fünf Prozent pro Jahr. 2019 lag der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sogar bei rund 7,5 Prozent. „Eine sehr erfreuliche Entwicklung, die jedoch nicht darüber hinweg täuschen darf, dass die absolute Zahl der Tierhalter, die wä

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Gewerbe Prem

Stellenausschreibung

Schönegger Käsealm

Wir sind ein regionales, mittelständisches Unternehmen, das Käsespezialitäten aus 100 % Bergbauern-Heumilch produziert und vertreibt und suchen für unseren Standort in Steingaden ab sofort

Anlagenführer in 3-Schichtarbeit (m/w/d) in Vollzeit

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Schönegger Käsealm

Wir sind ein regionales, mittelständisches Unternehmen, das Käsespezialitäten aus 100 % Bergbauern-Heumilch produziert und vertreibt und suchen für unseren Standort in Steingaden ab sofort

Versandmitarbeiter/-innen in Voll- und Teilzeit (25 Stundenwoche)

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Via Claudia Campingplatz Lechbruck

Via_Claudia_Anzeige.pdf herunterladen

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Vereinsleben

Sportverein

Kegelturnier 2020/2021

Leider kann in diesem Jahr aus den bekannten Gründen nicht wie gewohnt unser Kegelturnier stattfinden.

Wir bitten um Verständnis.

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Neubau der Auswechselbank

Neubau der Auswechselbank
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Musikkapelle

Schützenverein

Einstellung des Schießbetriebs

Wie ihr alle wisst, sind zur Zeit sämtliche öffentliche Räumlichkeiten für den Freizeitsport gesperrt. Dies auch für den Individual-Sport.

An diese Vorschriften halten wir uns selbstverständlich auch.

Wir werden euch sicher über Neuerungen informieren, wenn das Schützenstüberl und die Schützenstände wieder genützt werden dürfen.

Bis dahin: Gesund bleiben !!

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Trachtenverein Prem

Gauchronik des Oberen Lechgau-Verbandes

Weihnachten steht vor der Tür. Ein schönes Geschenk ist die Chronik des Oberen Lechgau-Verbandes „Blick in den Oberen Lechgau“. Diese kann beim 1. Vorstand des Trachtenvereins Prem, Alfred Sieber, Im Filz 15, erworben werden.

Gauchronik
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